Bei Katarakt in besten Händen

Monofokale Linse - das Kassen-Standardmodell

Scharf sehen in einem Entfernungsbereich

Monofokallinsen – das Standardmodell mit einem Brennpunkt

Die Implantation monofokaler Linsen (Einstärken-Linsen) ist der mit den gesetzlichen Krankenkassen vertraglich vereinbarte Behandlungsstandard. Diese werden als Faltlinse über einen kleinen Schnitt (minimalinvasiv) implantiert. Im Gegensatz zur Multifokallinse ist die Monofokallinse auf nur einen Entfernungsbereich geeicht, in der Regel die Ferne. Für den Nahbereich benötigen Patienten weiterhin eine Lesebrille. Monofokale Linsen verfügen über einen hinreichenden UV-Schutz (bis 400 nm), filtern aber nicht den möglicherweise schädlichen Anteil des blauen Lichtspektrums (bis 460 nm) heraus. Ein-Stärke-Linsen sind sphärisch und können unter Umständen zu Nachtsehbeschwerden und Kontrastarmut in der subjektiven Wahrnehmung führen. Die Farben besitzen einen sehr diskreten Blaustich und eine kältere Farbtemperatur. Jedoch decken sie nicht alle Möglichkeiten moderner optischer Implantattechnologie ab.

 

Für wen sind Monofokallinsen geeignet?

Monofokale Intraokularlinsen (IOL) sind ideal für Patienten geeignet, die nach einer Operation des Grauen Stars in der Ferne ein perfektes Sehen wünschen. Wenn beide Augen für die Ferne korrigiert werden, gewährleisten sie ein uneingeschränktes dreidimensionales Sehen ohne jegliche Minderung der Sehqualität. Da eine Monofokallinse ihre Brechkraft für das Sehen in der Nähe nicht verändern kann, ist für den Nahbereich immer eine Lesebrille erforderlich.

 

Nachteile monofokaler Intraokularlinsen – Blendempfindlichkeit

Standard Monofokallinsen sind sphärische Linsen. Dadurch induzieren sie kleine optische Fehler – sog. Aberrationen – die die Sehschärfe reduzieren. Sphärischen Linsen haben die Eigenschaft, dass Lichtstrahlen, die durch die Mitte der Linse fallen, an einem anderen Ort gebündelt als Lichtstrahlen, die in der Peripherie gebrochen werden. Das Ausmaß dieses Fehlers hängt mit der Größe der Pupille zusammen. Wird die Pupille größer (z.B. bei nächtlichem Autofahren), wird die sphärische Aberration – die unscharfe Abbildung – größer, der Seheindruck verschlechtert sich.


Entgegen kommende Scheinwerfer werden unscharf wahrgenommen, andere Gegenstände in der Ferne können schlechter oder erst später erkannt werden. Dieser Effekt wird umso stärker, je höher die Brechkraft der Intraokularlinse ist. Um diesen optischen Fehler zu korrigieren, werden heute vielfach asphärische Intraokularlinsen verwendet. Diese Linsen sind so konstruiert, dass die oben beschriebenen Fehlabbildungen nicht mehr auftreten. Asphärische Intraokularlinsen können das Sehen insbesondere in der Dämmerung und Nachts deutlich verbessern. Ebenfalls wird das Kontrastsehen optimiert.

 

Welche Kunstlinse ist die richtige?

Sie haben die Wahl zwischen einer Standardlinse und einer Speziallinse mit Zusatzfunktionen. Die Standardlinsen sind monofokal, d. h. sie erzeugen nur einen Brennpunkt, der üblicherweise ein scharfes Sehen in der Ferne ermöglicht. In der Nähe, z.B. zum Lesen, ist in den meisten Fällen noch eine Brille erforderlich. In den Leistungskatalogen der gesetzlichen Versicherungen sind solche Monofokallinsen vorgesehen.

Speziallinsen - auch Premiumlinsen genannt - bieten dagegen Zusatzfunktionen. Hornhautverkrümmungen sowie Kurz-, Weit- oder Alterssichtigkeit lassen sich durch sie beheben.

 

 

 

zu den Speziallinsen

Damit wir Ihren Grauen Star optimal behandeln können, führen wir vor jedem Eingriff eine ausführliche Voruntersuchung durch. Dafür vereinbaren wir einen separaten Termin mit Ihnen, bei dem wir gemeinsam mit Ihnen auch unter anderem die individuell beste Kunstlinse auswählen und Ihnen alle Fragen rund um die Operation beantworten. Im Rahmen der augenärztlichen Voruntersuchung bestimmen wir Ihre Sehschärfe, messen Ihre Brillenwerte, die Brechkraft Ihrer Augen sowie den Augeninnendruck. Mithilfe der Spaltlampenmikroskopie untersuchen wir die vorderen Abschnitte Ihrer Augen. So gewinnen unsere Ärzte ein präzises Bild von der Beschaffenheit und dem Zustand Ihrer Augen.