Intraokulare Kontaktlinse (ICL)
Eine Alternative zur Artisan-Linse ist bei kurzsichtigen Patienten das Einsetzen einer Intraocularen Contact-Linse (ICL). Sie wird im Gegensatz zur Artisan-Linse hinter die Regenbogenhaut implantiert, wo sie sehr stabil gegenüber einer Dislokation / Verrutschen ist und auch kosmetisch mit bloßem Auge völlig unsichtbar bleibt. Da sie einen sicheren Abstand zur eigenen Linse einhalten soll, benötigt sie etwas mehr Raum zwischen Linse und Hornhaut als die Artisan-Linse. Die langen, kurzsichtigen Augen bieten meist genug Platz für die ICL, Patienten mit kurzen, zumeist weitsichtigen Augen sind hingegen oft nicht geeignet.
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Weltweit wurde auch diese Linse bereits über 150.000 mal bei Patienten eingesetzt. Die ICL gibt es ebenfalls in zwei Ausführungen, als sphärische Linse für Augen, die keine nennenswerte Hornhautverkrümmung aufweisen, sowie als torische Linse, zur gleichzeitigen Korrektur einer höhergradigen Hornhautverkrümmung.
Die ICL besteht aus einem flexiblen Collamer und kann über einen nur 3 mm großen Schnitt gefaltet in das Auge implantiert werden. Daher ist die Operation gut in örtlicher Betäubung durch Augentropfen machbar. Die Operation beider Augen erfolgt auch hier aus Sicherheitsgründen mit ca. 1 Woche Abstand, die Zwischenzeit kann mit einer Kontaktlinse auf dem noch nicht operierten Auge überbrückt werden. 1 Woche vor der Operation werden mit einem YAG-Laser kleine Löchlein in der Regenbogenhaut (Iridotomie) angelegt, die eine ungestörte Zirkulation des Augenwassers gewährleisten.




