Monovision LASIK
Durch das Monovision-Lasik-Verfahren wird das vorhandene Spektrum der operativen Sehfehlerkorrektur fuer kurzsichtige Patienten, die Schwierigkeiten haben auf Objekte in der Naehe zu fokussieren, erweitert. Im Gegensatz zum herkoemmlichen LASIK-Verfahren kann mit Monovision LASIK bei einigen Patienten ueber dem 40. Lebensjahr der Bedarf fuer eine Lesebrille verringert werden.
Die Monovision LASIK laeuft genau wie die normale LASIK-Operation ab. Zunaechst praepariert der Hornhautchirurg ein aufklappbares Hornhautdeckelchen, auch Flap genannt. Dann erfolgt mit dem Excimer-Laser der von der bestehenden Fehlsichtigkeit abhaengige und genau berechnete Gewebeabtrag im Inneren der Hornhaut. Zum Schluss wird der Flap wie ein koerpereigenes Pflaster ueber das Hornhautgewebe zurueckgelegt.
Das Verfahren ist so konzipiert, dass die Kurzsichtigkeit im dominanten Auge des Patienten vollstaendig korrigiert wird, im nicht dominanten Auge dagegen nur zum Teil. Auf diese Weise ist der Patient in der Lage, das vollstaendig korrigierte Auge fuer die Weitsicht zu verwenden, das nur teilweise korrigierte Auge fuer die Nahsicht. Nach einer gewissen Zeit stellt sich das Gehirn auf die Differenz in der Wahrnehmung der beiden Augen ein.
Potenzielle Kandidaten, die eine Behandlung mit dem Monovision LASIK Verfahren in Erwaegung ziehen, sollten vor dem Eingriff mindestens eine Woche lang Kontaktlinsen tragen, um zu pruefen, ob das Sehen mit einem nur partiell korrigierten Auge vertragen wird. Nach dem Monovision-Eingriff koennen bei einigen Patienten die Augen unter Umstaenden nicht so funktionieren wie zuvor, vor allem bei Daemmerlicht oder bei Aufgaben, bei denen ein sehr scharfes Sehvermoegen bzw. eine ausgesprochene Tiefenschaerfe erforderlich ist. Bei einigen Aktivitaeten, wie z.B. beim naechtlichen Autofahren oder beim Lesen sehr kleiner Schrift, benoetigen manche Patienten zwar gelegentlich noch eine Brille bzw. Kontaktlinsen. Die Abhängigkeit von einer Sehhilfe für Ferne oder Nähe wird jedoch deutlich reduziert.