| VSDAR Newsletter No. 8-9/2007 Was tun bei Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)? Die Hornhautverkrümmung, auch genannt Astigmatismus, tritt durch eine veränderte Krümmung der Hornhaut auf. Ist die Hornhaut jedoch in einer der Richtungen gegenüber der physiologisch richtigen Krümmung verändert, z. B. stärker oder schwächer gebogen, wird das Licht, das durch die Pupille hindurchtritt, verschieden gebrochen und in den einzelnen Meridianen unterschiedlich aufgelöst. Ein rundes Objekt, z. B. eine Kugel, erscheint dann strich- und stabförmig. Daraus resultiert, dass alle Bilder - egal ob nah oder fern - unscharf sind. Bei sogenannten gemischtem Astigmatismus treten neben der Hornhautverkrümmung auch eine Kurz- oder Weitsichtigkeit auf. Ein irregulärer Astigmatismus tritt auf, wenn die Hornhaut Unregelmäßigkeiten aufweist, wie z.B. durch Narben. Wie kann man einen Astigmatismus korrigieren? Heute kann eine Hornhautverkrümmung bis zu 3 dpt mit einer Laserbehandlung, z.B der LASIK oder Femto-LASIK, korrigiert werden. Die Hornhaut wird dabei so abgetragen, dass die Hornhautoberfläche so weit wie möglich in allen Richtungen eine gleichmäßige Krümmung aufweist. Besteht eine begleitende Kurz- oder Weitsichtigkeit, wird diese mit gelasert. Bei sehr hohen Astigmatismen, wie sie nach Hornhautverletzungen oder nach Hornhaut-Transplantationen auftreten, kann der erfahrene Hornhautchirurg durch kleine periphere Entlastungsschnitte in die Hornhaut Krümmungsverhältnisse ausgleichen und damit die Hornhautverkrümmung vermindern oder sogar korrigieren. Dieses Verfahren nennt man Astigmatische Keratotomie.
|
| Wenn Sie den VSDAR E-Mail Newsletter abonnieren wollen, können Sie sich hier anmelden. |