VSDAR Newsletter No. 9/2005 (September 2005)
Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V.

In diesem Monat schließen wir unsere Serie "Fehlsichtigkeit - nicht nur LASIK kann helfen" ab.
Eine Übersicht über die vorzustellenden Verfahren finden Sie hier.

Teil 6: Bioptics

Bioptics ist die Kombination verschiedener Operationsverfahren zur Beseitigung extrem hoher Sehfehler. Hierbei wird eine Kunstlinse zusätzlich zur menschlichen Linse in das Auge eingepflanzt (= phake Linse). Die verbliebene Restfehlsichtigkeit wird später mittels Excimer-Laser korrigiert.

Im Einzelnen sieht das so aus: Bei der Linsenimplantation wird bereits ein LASIK-Schnitt durchgeführt. Diesem Eingriff schließt sich nach mehreren Wochen die Laserung nach Liften des Hornhautdeckels zur Beseitigung des Restsehfehlers an.

Durch die Implantation einer intraokularen Kunstlinse können Brechkraftfehler von -5dpt. bis -18 dpt. bzw. größer + 4 dpt. ausgeglichenwerden.
Bei den phaken Linsen werden die Hinterkammerlinsen wie die ICL und PRL zunehmend zugunsten der Vorderkammerlinsen (Verisyse, Icare) verlassen.
Die im Anschluss daran durchgeführte LASIK kann nun eine weitere Korrektur von bis zu -10 oder +3 dpt. an der Hornhaut vornehmen oder aber auch einen bestehenden Astigmatismus ausgleichen.

Bioptics ist vor allem eine Option für stark fehlsichtige Patienten, deren Linse noch elastisch ist und demnach die Fähig????????º??nkeit zur Naheinstellung (Akkomodation) noch nicht verloren hat: Das Sehen in der Nähe ist dann noch ohne Lesebrille bis zum physiologischen Eintritt der Altersweitsichtigkeit bis Mitte 40 möglich.



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