| VSDAR Newsletter No. 12/2004 (Dezember 2004) Sorgfalt und Sterilität bei Instrumentenvorbereitung:
Die Diffuse Lamelläre Keratitis (DLK) ist eine postoperative Komplikation nach LASIK-Operation. Es handelt sich um eine multifaktorielle Erkrankung, die von unterschiedlichen Substanzen ausgelöst werden kann, u.a. auch von Endotoxinen (von Bakterien abgegebene gewebeschädlichen Substanzen). Die meisten Fälle von DLK sind relativ gut durch intensive Gabe von steroidhaltigen Augentropfen zu behandeln. Bei schwerer Entzündung mit Abfall der Sehschärfe muß eine Revisionsoperation mit Anhebung des Hornhaut-Flaps und Spülung erfolgen. Eine in Eurotimes (Organ der European Society of Cataract and Refractive Auf diese Weise konnte Dr. Holland 8 von 10 DLK-Ausbrüchen aufklären:
Einige der Infektionen waren auf eine ineffektive Sterilisation (insbesondere
bei sogenannter Schnellsterilisation), eine andere auf ein Mikrokeratom
zurückzuführen. An einem Zentrum konnte die Häufigkeit
des Auftretens der DLK bei zwei Operateuren verglichen werden, die die
gleichen Räumlichkeiten nutzen, aber unterschiedliches Verhalten
aufwiesen: Ein Operateur operierte ausschließlich in kompletter
OP-Kleidung inklusive steriler Handschuhe, setzte die Heißluftsterilisation
ein und säuberte das Ultraschallbad. Sein Kollege mit deutlich höherer
DLK-Rate verzichtete auf die komplette OP-Kleidung, nutzte eine Schnellsterilisation
und reinigte das Ultraschallbad seltener. Bei der überwiegenden Mehrzahl der betroffenen Augenlaserzentren konnte durch Einführung eines strengeren Säuberungs- und Sterilisationsprotokolls für die Instrumente ein erneutes Auftreten von DLK-Infektionen vermieden werden. Fazit: Die Studienergebnisse unterstreichen die Bedeutung des vom VSDAR-Vorstand*
geforderten LASIK-TÜVs: Bei der Vielzahl von LASIK-Anbietern und
insbesondere den zahlreichen "Billigangeboten" im Ausland können
sich interessierte Patienten nur schwer orientieren. Während das
Baujahr eines Excimer-Lasers noch erfragt werden kann, zählen u.a.
die prä- und perioperative Hygiene, Instrumentensterilisation und
individuelle Komplikdationsrate des Operateurs zu den wichtigen Bereichen,
die ein Patient nicht einschätzen kann. Oft ist dem Patienten auch
nicht bekannt, dass in Deutschland wesentlich höhere Hygienestandards
gelten als beispielsweise in Rußland oder der Türkei. Quelle: |
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