| VSDAR Newsletter No. 10/2004 (Oktober 2004)
Verband der Spezialkliniken Deutschlands
für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V.
Lassen sich Augenärzte lasern?
"Würden Sie sich lasern lassen?". Diese Frage stellen
viele Patienten ihrem Augenarzt, wenn sie sich über eine Augenlaserkorrektur
informieren. Stimmt es, dass sich fehlsichtige Augenärzte seltener
einer Augenlaserkorrektur unterziehen als ihre Patienten? Der VSDAR ging
diesen Fragen nach und führte eine umfangreiche Befragung unter deutschen
Augenärzten durch.
Der Hintergrund:
Die operative Sehfehlerkorrektur hat als Alternative zu Brille und Kontaktlinsen
mittlerweile weltweite Anerkennung gefunden. Allein mit dem LASIK-Verfahren
wurden in Deutschland bereits 350.000 Behandlungen durchgeführt.
Das LASIK-Verfahren ist bei Kurzsichtigkeit bis etwa minus zehn Dioptrien,
Weitsichtigkeit bis rund plus drei Dioptrien und bei Hornhautverkrümmung
geeignet.
Die Studie:
Von den ca. 6.400 in Deutschland praktizierenden Augenärzten erhielten
4.800 im Juni 2004 einen Fragebogen. Die Auswertung der 721 zurückgesandten
und korrekt ausgefüllten Antworten (15 %) wurde einem unabhängigen
Institut übertragen. Studienleiter war Prof. Dr. Heinrich Holland,
Professor für Marktforschung und Wirtschaftsmathematik an der Fachhochschule
in Mainz.
Das Ergebnis:
Im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt (0,2% - basierend auf 350.000
durchgeführten Behandlungen in Deutschland) haben sich bereits 10
mal mehr Augenärzte (2%) einer Augenlaserkorrektur unterzogen. 77
% der Ophthalmologen bevorzugten das LASIK Verfahren gegenüber der
PRK. Alle behandelten Augenärzte sind mit ihrem Resultat zufrieden.
Darüber hinaus gab jeder 3. Augenarzt an, dass er sich - bei bestehender
Indikation - selbst lasern lassen würde. Als Gründe gegen ein
Augenlasern wurde angegeben, dass
- eine geringe Kurzsichtigkeit für die tägliche Arbeit mit Diagnosegeräten
als hilfreich empfunden wird (da diese ein gutes Sehen in der Nähe
ermöglicht),
- Augenärzte als Spezialisten für Brillen und Kontaktlinse selbst
meist zufrieden mit ihren Sehhilfen sind,
- bei vielen Augenärzten bereits die Alterssichtigkeit eingesetzt
hat, die mittels Laser nicht zu korrigieren ist.
Auch wenn ein Ophthalmologe also selbst von einer LASIK weniger Vorteile
hat, ist sie für viele seiner Patienten erstrebenswert, die ohne
Brille und Kontaktlinsen auskommen möchten. Sofern es die individuellen
Diagnosewerte des Patienten zulassen, raten 74% aller Augenärzte
zu einer Augenlaserkorrektur. 6% sprechen keine Empfehlung aus, raten
aber auch nicht von einer Behandlung ab. Nur noch 20% der Ophthalmologen
sind generell gegen Augenlaserbehandlungen, da Brille und Kontaktlinsen
ihrer Ansicht nach ausreichend sind.
Weitere Details zur Studie des VSDAR e.V. finden Sie unter <http://www.vsdar.de/news/news_09242004_details.html>.
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