| VSDAR Newsletter No. 02/2004 (Februar 2004) Welche Vorteile bringt die Aberrometrie? Durch die Einführung der Wellenfrontanalyse oder Aberrometrie haben sich wesentlich neue Erkenntnisse über die Brechungsverhältnisse des Auges ergeben. Während die bisherigen Untersuchungsmethoden im Wesentlichen die sphärischen und zylindrischen Werte der zentralen Brechkraft bestimmen, messen die Aberrometer den Kurvenverlauf der Hornhautoberflläche sowie die Brechungsverhältnisse der brechenden Medien im gesamten Auge. Praktisch geschieht das so, dass ein infraroter Laser zahlreiche punktuelle
Lichtimpulse mit geringer Leistung und exakt ebener Wellenfront in das
Auge sendet. Der von der Netzhaut zurückgestreute Teil des Lichtes
wird erfaßt und daraufhin überprüft, wie sich die Wellenfront
der Austrittswelle verändert hat. Die Wellenfrontverzerrung enthält
alle Informationen über die Aberrationen des Auges insgesamt. Sollte
viel Aberration im Auge oder an der Hornhaut vorhanden sein, bedeutet
dies, daß das Auge nicht exakt imstande ist, das einfallende Licht
komplett und ideal an der Netzhaut zu bündeln. Sollten solche Aberration vor der Operation vorhanden sein, so können sie bei der refraktiven Korrektur mit Hilfe des Lasers berücksichtigt werden. Würden nur die sphärischen Werte, d.h. zum Beispiel die Kurzsichtigkeit, kombiniert mit den zylindrischen Werten (Hornhautverkrümmung) behandelt werden, würden auch nach der Operation noch die Aberration vorhanden sein - gegebenenfalls sogar stärker als vor der OP. Der Patient könnte zwar auf Brille und Kontaktlinsen verzichten, würde aber nach wie vor unter schlechtem Kontrastsehen und eventuell auch Blendungserscheinungen am Abend oder bei dunkler Beleuchtung leiden. Deshalb geht die Tendenz immer mehr in die Richtung, nicht nur die Fehlsichtigkeit,
sondern auch die Unebenheiten und Aberrationen der Hornhaut zu korrigieren.
Studien aus Kanada haben gezeigt, daß Patienten, die mit dem aberrometergesteuerten
LASIK-Verfahren behandelt wurden, sowohl bei Tageslicht als auch bei dunkler
Beleuchtung signifikant besser sahen als Patienten, die mit der herkömmlichen
Gelingt es, die Aberrationen des Auges insgesamt deutlich zu reduzieren, ergibt sich daraus eine Steigerung des Kontrastsehens, d.h. eine bessere Sehleistung und eine signifikante Verbesserung des Dämmerungssehens. Besonders letzteres wird vom Patienten subjektiv deutlich wahrgenommen. Verfaßt von: |
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