VSDAR Newsletter No. 12/2002 (Dezember 2003)
Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V.

Refraktive Chirurgie - Was bringt die Zukunft?

Zum Jahresende werfen wir für Sie einen Blick in die Zukunft - was gibt es Neues, welche Entwicklungen sind vielversprechend und was bringen sie unseren Patienten?

Weiterentwicklung der LASEK/PRK zur Epilasik
Während bei der LASEK die oberste Hornhautschicht (Epithel) durch Alkohol abgelöst wird, erfolgt dies bei der Epilasik (ähnlich zur LASIK) mit einem Mikrohobel. Die Entwicklung dieses, die Epithelschicht auber abhebenden Gerätes ermöglicht es eventuell, die Nachteile der LASEK/PRK etwas zu reduzieren. Da kein Alkohol angewendet wird, werden die Hornhautzellen keiner toxischen Substanz ausgesetzt. Die Epithelschicht kann nach dem Lasern wieder aufgelegt werden, so dass die Heilung ähnlich komplikationslos wie bei der LASIK verläuft. Die Entwickler vermuten, dass mit dieser neuen Methode auch weniger Haze und Halos auftreten als bei der LASEK/PRK, da die feine Membran zwischen Hornhautepithel und Stroma nicht verletzt wird.


Multifokale Laserablation zur Korrektur der Presbyopie
Auf dem diesjährigen Kongress der AAO* in Anaheim, Kalifornien, haben kanadische Forscher erste Ergebnisse zur Laserbehandlung der Alterssichtigkeit vorgestellt. Die Idee wurde von den multifokalen Brillengläsern (oberer Teil für scharfe Sicht in der Ferne, unterer Teil als Lesebrille) abgeleitet. Erste Ergebnisse dieser klinische??????A?

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Refraktive Chirurgie - Was bringt die Zukunft?

Zum Jahresende werfen wir für Sie einen Blick in die Zukunft - was gibt es Neues, welche Entwicklungen sind vielversprechend und was bringen n Studie zeigen, dass es besonders bei weitsichtigen Patienten gelingt, den Fernvisus zu korrigieren und den Nahvisus zu verbessern. Das patentierte Visx Star3 LASIK System, welches multifokale Ablationsprofile erstellen kann, wird bisher nur in vereinzelten Studien eingesetzt. Grundsätzlich ist von den Multifokalbrillen her bekannt, dass nicht jeder Patient diese verträgt oder als angenehm empfindet: man sollte dies vor der OP unbedingt testen, bevor man sich eine multifokale Hornhaut lasern lässt. Wir raten davon ab.


Die "Phakic Refractive Lens"
Die "Phakic Refractive Lens" (PRL, von Ciba Vision) wurde als neue Hinterkammerlinse entwickelt, die keinen Kontakt zur körpereigenen Linse hat und somit das Risiko einer Linsentrübung reduzieren soll. Sie besteht aus einem wasserabweisenden Silikon, besitzt eine hohe Brechkraft und ist sehr dünn. Sie stützt sich nur in der Periphie auf den Zonulafasern ab und ist wie die Linsenoberfläche nach vorn gewölbt. Somit berührt sie die Linsenoberfläche nicht.
Aufgrund des besonderen Designs und der Positionierung erfordert die Implantation den geübten Chirurgen. Inwieweit das Material bioverträglich ist, werden klinische Studien zeigen.


Die Wellenfront Brille
Auf der AAO* wurden auch erste Modelle von aberrationskorrigierenden Brillen vorgestellt. Mit dem Laser wird in die Brille zentral die individuelle Wellenfrontkorrektur geschliffen, so dass man - wenn man geradeaus schaut - eine optimierte Sicht hat. Die Entwickler hoffen, dadurch der natürlichen Alterung des Auges besser Rechnung zu tragen, da man diese Brille ja beliebig oft wechseln kann. Wir werden sehen, ob Fielmann diese Idee aufgreift.

* AAO: American Academy of Ophthalmology



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