VSDAR Newsletter No. 10/2003 (Oktober 2003)
Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V.

Die optimale Vorbereitung für eine refraktiv-chirurgische Operation

Die refraktive Chirurgie umfasst operative Eingriffe, mit deren Hilfe der Patient seine Abhängigkeit von einer Brille oder Kontaktlinsen reduzieren oder gar eine völlige Unabhängigkeit von diesen Hilfsmitteln erreichen kann. In der Regel handelt es sich um Eingriffe, die aus medizinischer Sicht nicht notwendig sind, jedoch von den Patienten gewünscht werden, um eine bessere Lebensqualität zu erzielen.

Da es keinen risikofreien Eingriff gibt, sollten sich insbesondere Patienten, die sich freiwillig einer Operation unterziehen, umfassend und gründlich informieren und sich genügend Zeit lassen, eine Entscheidung zu treffen.

Es wird empfohlen, sich nicht nur einseitig, sondern über verschiedene Quellen ausführlich über die Operationsverfahren zu informieren. Radio- und TV-Sendungen, Presseartikel, wissenschaftliche Beiträge oder Informationsmaterialien von Kliniken können dazu dienen. Zahlreiche Websites bieten aktuelle Informationen zu Operationsstandards, Geräten und neuen Entwicklungen auf diesem Gebiet an (www.vsdar.de). Darüber hinaus berichten Patienten in verschiedenen Online-Diskussionsforen von ihren Ängsten, Erlebnissen und Erfahrungen. Es gibt Online Foren, in denen sich Patienten austauschen und andere, die von Spezialisten betreut werden (www.lasikforum.de).

Viele auf die refraktive Chirurgie spezialisierte Kliniken veranstalten kostenlose und unverbindliche Informationsabende, bei denen ein Operateur die verschiedenen Operationsverfahren vorstellt und deren Einsatzbereiche, Genauigkeit sowie Risiken erläutert. Diese Veranstaltungen sind sehr gut geeignet, sich mit der Klinik und dem Team vertraut zu machen. Meist ist auch genügend Zeit, persönliche Fragen zu beantworten (www.vsdar.de/vsdar/infoabend.html).

Da es für einen Patienten schwierig ist, die Fähigkeiten des Operateurs oder technische Ausstattung der Einrichtung einzuschätzen, sollte er sich mit anderen Patienten austauschen, die an dieser Klinik operiert wurden. Man sollte sich auch nicht scheuen, dem Arzt oder den Schwestern gezielte Fragen zu stellen, z.B. über das Baujahr der eingesetzten Laser, die Wartung der Geräte, den Operationssaal oder die Anzahl der bereits operierten Patienten.

Eine umfassende Voruntersuchung beim Operateur stellt fest, ob man für einen refraktiv-chirurgischen Eingriff geeignet ist und welches Verfahren das geeignetste darstellt. Da dem Operateur jetzt alle Untersuchungsergebnisse vorliegen, sollte das sich anschließende Beratungsgespräch genutzt werden, um alle offenen Fragen oder Bedenken zu klären. Ein umsichtiger und guter Operateur wird immer auf die Risiken und möglichen Nebenwirkungen hinweisen und den Patienten ehrlich beraten - d.h. ggf. auch, ihm von einer Operation abzuraten.


Quelle:
American Academy of Ophthalmology, 2000: Appropriate Management of the Refractive Surgery Patient



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