VSDAR Newsletter No. 09/2003 (September 2003)
Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V.

Die wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit der LASIK-Operation

Wie sicher ist die LASIK-Operation?
Die LASIK wird seit 1991 angewendet und gilt seit 1999 als ein von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) anerkanntes Verfahren zur Korrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Wobei hier gilt, je niedriger die Fehlsichtigkeit vor der Operation ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, in der Ferne ganz ohne Sehhilfe auskommen zu können.

Bin ich für einen refraktiv-chirurgischen Eingriff geeignet?
Vor jedem operativen Eingriff zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit muss eine gründliche Untersuchung der Augen erfolgen. Das zu operierende Auge muss gesund sein: Es dürfen keine Erkrankungen wie Grauer Star, Grüner Star oder Durchblutungsstörungen der Netzhaut vorliegen. Ferner sollte der Patient mindestens 18 Jahre alt und die Fehlsichtigkeit stabil sein, d.h. sie sollte sich in der letzten Zeit möglichst gering verändert haben. Bei Unsicherheit bzgl. der Stabilität der Werte wird man ggf. zwei Untersuchungen im Abstand einiger Monate durchführen. Außerdem wird festgestellt, ob die Hornhaut für einen Lasereingriff in der geplanten Höhe ausreichend dick ist und welche Größe die Pupille nicht nur bei Tageslicht, sondern auch im Dunkeln aufweist.
Anhand dieser und weiterer Ergebnisse wird festgestellt, ob der Patient für eine Operation geeignet ist und welche Operation das für ihn günstigste Verfahren darstellt.

Wie lange hält das Behandlungsergebnis an?
Nach bisherigen Erkenntnissen kann davon ausgegangen werden, dass die erzielten Ergebnisse nach wenigen Wochen stabil sind und dann auf Dauer erhalten bleiben.

Ist eine Nachkorrektur möglich?
Es kann davon ausgegangen werden, dass 90-95 Prozent der Patienten nach einer LASIK-Operation keine Brille oder Kontaktlinsen mehr benötigen, d.h. dass sie ohne Sehhilfen so viel sehen, wie zuvor nur mit Brille oder Kontaktlinsen. In einigen wenigen Fällen (5-7 Prozent) muss eine Nachkorrektur erfolgen, um eine Restfehlsichtigkeit zu beseitigen. Erfahrungsgemäß wird eine Nachkorrektur nach 2-3 Monaten durchgeführt.

Ist die Operation schmerzhaft?
Durch lokal betäubende Augentropfen spürt man höchstens einen leichten kurzen Druck, aber keine eigentlichen Schmerzen. Auch nach der Operation treten nur äußerst selten Schmerzen auf. Die meisten Patienten berichten über ein trockenes Gefühl am Auge, weshalb kurz nach der Operation künstliche Augentränen bzw. auch antibiotischen Augentropfen getropft werden. Sollte ein Schmerz auftreten, wird diesem mit entsprechenden Medikamenten begegnet.

Brille und Kontaktlinsen nach der Operation?
Da die Trefferquote - die Wahrscheinlichkeit, dass nach der OP auf Brille und Kontaktlinsen verzichten werden kann - über 90 Prozent liegt, ist diese Frage nur von theoretischer Natur. Sollte es unerwartet zu einer Restfehlsichtigkeit nach der OP kommen und Sie sich gegen eine Re-Operation entscheiden, so können Sie jederzeit wieder eine Brille und nach einiger Zeit auch wieder Kontaktlinsen tragen.

Wann kann ich nach erfolgter LASIK-Operation wieder Auto fahren?
Normalerweise können Sie bereits nach wenigen Tagen bis 1 Woche nach der LASIK-Operation wieder selbst Auto fahren. Dies wird innerhalb der ersten Woche nach der OP vom behandelnden Augenchirurgen im Rahmen der Nachuntersuchung festgestellt und auf Wunsch auch attestiert. Ein Attest benötigen Sie auch, um ggf. Ihren Eintrag im Führerschein ändern zu lassen.

Wann bin ich wieder arbeitsfähig?
Heutzutage wird die Operation beider Augen entweder am gleichen Tag oder aber an zwei aufeinander folgenden Tagen durchgeführt. Normalerweise kann der Patient bei unkompliziertem Heilungsverlauf nach wenigen Tagen wieder arbeiten. Nach der Operation sind sowohl die Nachbehandlung mit Augentropfen als auch regelmäßige Nachkontrollen sehr wichtig.

Wie sollte ich mich nach der Operation verhalten?
Schon wenige Tage nach der Operation können Sie wieder arbeiten und gemäßigten sportlichen Aktivitäten wie z.B. Fahrradfahren nachgehen. Lediglich mit Sportarten wie Schwimmen, Tauchen oder Kampfsport sollte einige Wochen pausiert werden, ggf. schützt später auch eine Schwimmbrille vor Augenreizungen.

Was kostet die LASIK-Operation?
Die LASIK-Operation kostet um die 2000 Euro inklusive der Vor- und Nachuntersuchungen. Bei der aberrometer-gesteuerten LASIK-OP sind die Kosten etwas höher. Grundsätzlich werden die Kosten nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, während es bei den Privaten Kassen im Einzelfall nach Kostenvoranschlag entschieden wird. Hier gibt es die Möglichkeit, dass sich die Kassen an den Kosten beteiligen.

Welche Voraussetzungen muss die Klinik bzw. der Augenchirurg aufweisen?
Die Klinik und der Operateur sollte über ausgiebige Erfahrungen auf dem gesamten Gebiet der Refraktiven Chirurgie verfügen. Ein Chirurg sollte mindestens 1000 LASIK-Operationen eigenständig durchgeführt haben, um auch im Bereich Komplikationsmanagement Erfahrung zu haben. Ferner sollten in der Klinik nur Geräte benutzt werden, die dem heutigen Standard entsprechen. Alle Operationen sind im "Steril-OP" unter entsprechenden Kautelen durchzuführen.

Wie kann ich die Kliniken kennenlernen?
Die meisten der spezialisierten Kliniken bieten Infoabende, oft auch mit Vorstellung bereits operierter Patienten an, die Gelegenheit geben, die Klinik und die operierenden Ärzte vor Ort kennenzulernen. Oftmals besteht auch die Möglichkeit orientierender Voruntersuchungen, die vorab für den Interessenten klären können, welche der vorhandenen refraktiv-chirurgischen Möglichkeiten am besten für ihn geeignet sind.



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