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VSDAR No. 12/2002 (November 2002) Das A und O einer erfolgreichen LASIK:
Der VSDAR gibt Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Tests und Untersuchungen, die unbedingt im Vorfeld der Operation durchgeführt werden sollten. Wir erläutern Ihnen auch, warum insbesondere die Zusatzuntersuchungen so bedeutsam sind. Der Sehtest (Refraktionsbestimmung), bei der die Fehlsichtigkeit ermittelt wird, ist eine der wichtigsten Untersuchungen. Ausserdem sollten der Augendruck gemessen und mit der Spaltlampe (auch genannt Biomikroskop) die vorderen Augenstrukturen wie Horn- und Regenbogenhaut und Augenlinse beurteilt werden. Mittels Ophthalmoskopie betrachtet der Augenarzt den Augenhintergrund, um Erkrankungen des Sehnerven oder der Netzhaut auszuschließen. Diese Untersuchungen können theoretisch in jeder augenärztlichen Praxis durchgeführt werden. Alle weiteren Untersuchungen verlangen den Einsatz von speziellen Geräten, die häufig nur an hochspezialisierten Laserzentren zur Verfügung stehen: Insbesondere für die LASIK ist die präoperative Beurteilung der Hornhaut bedeutsam. Das Orbscan-Hornhauttopographie-System erstellt eine dreidimensionale "Landkarte" der Hornhaut: Es analysiert nicht nur die Hornhautoberfläche, sondern auch die Hornhautrückfläche und die Hornhautdicke. Zusätzlich werden die Tiefe der Augenvorderkammer gemessen und die Iris (Regenbogenhaut) dargestellt. Das Pachymeter setzt Ultraschall ein, um die Dicke der Hornhaut zu bestimmen. In einigen Fällen ist diese Messung zusätzlich zum Orbscan erforderlich. Die Vermessung der Hornhautdicke vor der Operation stellt sicher, daß die Hornhaut auch nach der LASIK noch stabil (d.h. dick genug) ist. Denn: Je höher die Kurzsichtigkeit, desto mehr Hornhautgewebe muss mit dem Laser abgetragen werden, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Eine Reihe von weiteren Untersuchungen soll ausschließen, dass
postoperativ Sehprobleme durch geminderte Kontrastwahrnehmung oder durch
Blendungserscheinugnen in der Dämmerung auftreten. Mit dem Mesotest
kann die Dämmerungssehschärfe und die Blendempfindlichkeit bestimmt
werden. In einigen Fällen wird der Arzt vorschlagen, zusätzlich eine Wellenfrontuntersuchung mit dem Aberrometer durchzuführen. Es mißt die Brechkraft des Auges nicht nur an einem einzigen, sondern an über fünfzig verschiedenen Punkten. Neben den Brechkraftfehlern wie Sphäre und Zylinder lassen sich damit auch andere, die Abbildungsqualität beeinträchtigende Effekte, sogenannten "Aberrationen" ermitteln. Die Voruntersuchung dauert zwischen 40 und 60 Minuten. |
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